Der Vorstandsvorsitzende des teilstaatlichen österreichischen Energiekonzerns Verbund, Michael Strugl, hat ein Ende der staatlichen Förderung für Dach-Photovoltaikanlagen gefordert und einen deutlichen Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten angemahnt.

Strugl: Dach-Photovoltaik braucht keine Förderung mehr

In einem Gespräch mit den Salzburger Nachrichten erklärte Strugl, dass Dach-Photovoltaik inzwischen ohne Subventionen auskomme. „Photovoltaik am Dach braucht keine Förderung mehr“, sagte der Verbund-Chef. Anlagen für den Eigenverbrauch rechneten sich demnach weiterhin, idealerweise in Kombination mit Speichern, für die Subventionen weiter gerechtfertigt seien. Damit richtet sich Strugl gegen einen der zentralen Bausteine der bisherigen Energiewende in Österreich.

Der Verbund gehört zu 51 Prozent der Republik Österreich, weitere rund 30 Prozent liegen bei mehrheitlich staatlichen Versorgern. Der Konzern ist damit einer der wichtigsten Akteure der heimischen Energiepolitik. Strugl betonte, dass das Unternehmen stark in den Ausbau erneuerbarer Erzeugung investieren müsse – „es hilft nichts, wir werden Anlagen bauen müssen“. Genannt wurden Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik als die Säulen, auf die sich der künftige Strommix stützen solle.