Eine Bundesrichterin in Washington hat am Mittwoch den Vergleich zwischen Tech-Milliardär Elon Musk und der US-Börsenaufsicht SEC im Streit um verspätete Meldungen beim Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter gebilligt.
Die Richterin Sparkle Sooknanan am Bundesbezirksgericht in Washington genehmigte die Einigung, mit der ein seit Jahren schwelendes Verfahren beigelegt wird. Wie Sooknanan erklärte, sei ein Gericht bei solchen Einigungen zwar kein bloßer "Stempelautomat", aber eben auch kein "Bürgerbeauftragter", der eigene Ermittlungen anstelle. Solange ein Vergleich die Justiz nicht der Lächerlichkeit preisgebe und Mindeststandards der Fairness wahre, müsse das Gericht ihn akzeptieren – selbst wenn es die Vereinbarung für unangemessen halte.
Kern des Konflikts ist der Vorwurf der SEC, Musk habe seine Beteiligung an Twitter im Jahr 2022 deutlich zu spät öffentlich gemacht. Nach Darstellung der Aufsichtsbehörde konnte er so Anteile deutlich günstiger am Markt erwerben und rund 150 Millionen Dollar einsparen. Die SEC argumentierte, gewöhnliche Anlegerinnen und Anleger seien geschädigt worden, weil sie ein Recht darauf gehabt hätten, rechtzeitig von den Übernahmeplänen zu erfahren.
