Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat dem Startup Reflect Orbital die Genehmigung erteilt, einen ersten Testsatelliten mit dem Namen Earendil-1 ins All zu bringen, der Sonnenlicht auf die Erde zurückstrahlen soll.

Die Lizenz gilt für zwei Jahre, der Start muss bis spätestens 9. Juli 2032 erfolgen. Der Satellit soll in einer Höhe von 625 Kilometern die Erde umkreisen und mit einem steuerbaren Dünnfilmreflektor von 18 mal 18 Metern ausgestattet sein. Damit könnte laut Unternehmen ein Bereich auf der Erde mit einem Durchmesser von fünf Kilometern beleuchtet werden. Der Name Earendil-1 verweist auf eine Figur aus dem Werk von J.R.R. Tolkien, die einen leuchtenden Stern am Himmel trägt.

In der Genehmigung heißt es, der Demonstrationssatellit von Reflect Orbital sei 'ein Beispiel für eine potenziell bahnbrechende Technologie, deren Förderung nach Ansicht der Kommission im öffentlichen Interesse liegt'. Die FCC beruft sich auf das Kommunikationsgesetz, wonach es Politik der Vereinigten Staaten ist, 'die Bereitstellung neuer Technologien und Dienste für die Öffentlichkeit zu fördern'. Zugleich stellte die Behörde klar, dass sie grundsätzlich nur für die Nutzung von Funkfrequenzen und die Vermeidung von Weltraummüll zuständig sei.