Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat am Freitag (Ortszeit) eine Neuregelung zum Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 finalisiert, die den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten in den Vereinigten Staaten erheblich einschränkt.
Die entsprechende Neuregelung des Artenschutzgesetzes wurde gestern (Ortszeit) beschlossen, wie das Innenministerium in Washington mitteilte. Der Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 regelt den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten. Die nun verabschiedete Regelung verändert vor allem die Definition des zentralen Begriffs „Schaden" ("harm") und grenzt diesen deutlich enger als bisher.
Was die neue Regelung konkret ändert
Konkret erlaubt die neue Regelung Öl- und Gasbohrungen, Bergbau, Abholzung und andere Eingriffe in kritische Lebensräume, solange die Tiere selbst nicht direkt getötet oder verletzt werden. Bislang hatten Bundesbehörden den Begriff „Schaden" jahrzehntelang breiter ausgelegt und auch Eingriffe in Gebiete erfasst, in denen bedrohte oder gefährdete Arten leben. Die Neuregelung beseitigt damit einen zentralen Schutzmechanismus für gefährdete Wildtiere und -pflanzen gegen Abholzung, Ölbohrungen und andere Aktivitäten.
