Berlin, 18 Juli 2026
Zwei US-Soldaten sind nach Angaben des US-Militärs am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien getötet worden, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten.
Die beiden Soldaten kamen demnach am Freitag während einer Operation in Jordanien ums Leben, wie das zuständige Regionalkommando Centcom am Samstag auf der Plattform X mitteilte. Es handelt sich nach US-Angaben um die ersten getöteten US-Soldaten seit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg. Centcom sprach von Verteidigungshandlungen gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
Der Vorfall verdeutlicht, dass der bereits laufende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran nun auch unmittelbar US-Militärpersonal im regionalen Einsatzgebiet trifft. Jordanien grenzt direkt an den Irak und Syrien und beherbergt seit Jahren US-Stützpunkte, die unter anderem als logistische Drehscheibe für Operationen in der Region dienen.
Hintergrund der Eskalation
Die Todesfälle traten ein, während US-Streitkräfte und Verbündete iranische Raketen- und Drohnenangriffe abwehrten. Einzelheiten zum genauen Ablauf der Attacke oder zur Zahl der abgefeuerten Projektile wurden von Centcom zunächst nicht öffentlich gemacht. Auch zu möglichen Verwundeten oder Schäden an Ausrüstung lag am Samstag keine offizielle Stellungnahme vor.
Mit dem Bekanntwerden der Todesfälle gewinnt die militärische Auseinandersetzung zwischen Washington und Teheran eine neue Dimension. Bislang hatte die US-Regierung die jüngste Eskalation im Iran-Krieg vor allem mit Angriffen auf iranische Stellvertretermilizen und iranisches Militär im Nahen Osten begründet. Dass nun erstmals eigene Soldaten in der direkten Konfrontation getötet wurden, könnte die innenpolitische Debatte in den USA über den weiteren Kurs beeinflussen.
