Eine schwere Gewitterfront mit Orkanböen, Starkregen und Hagel hat am Donnerstagabend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für Hunderte Feuerwehreinsätze, überflutete Keller und massive Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr gesorgt.
Münster besonders betroffen
Besonders betroffen war die Stadt Münster, wo die Feuerwehr am Abend Hunderte von Notrufen abarbeitete. Ein Sprecher der Feuerwehr beschrieb die Lage gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit den Worten: "Wir haben Vollarm hier." Zahlreiche Keller liefen voll, und umgestürzte Bäume blockierten viele Straßen.
Auch im Kreis Warendorf kam es zu erheblichen Einschränkungen. In der Stadt Warendorf selbst rückte die Feuerwehr zu rund 20 Einsätzen aus. Ein Blitz schlug in ein landwirtschaftliches Anwesen ein. Die Leitstelle des Kreises war zeitweise mit Notrufen überlastet, und ein Feuerwehrsprecher rechnete mit weiteren Einsätzen im Verlauf des Abends.
Die Unwetterfront zog weiter über das Bundesland und erreichte auch Dortmund. Dort musste ein Klimacamp wegen des schweren Gewitters geräumt werden. Nach Angaben der Dortmunder Polizei organisierten die Feuerwehr und die Stadt Hamm einen Bustransfer, um die Aktivisten in einer Turnhalle in Sicherheit zu bringen.
