Die italienische Großbank UniCredit hat sich im Streit um ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank an die deutsche Finanzaufsicht BaFin gewandt und verlangt eine Prüfung der öffentlichen Äußerungen des Commerzbank-Vorstands.
UniCredit begründete ihren Schritt damit, dass sie die BaFin bitte, die Stellungnahmen der Commerzbank und deren mutmaßliche Motivation zu untersuchen, „die Integrität des Übernahmeverfahrens zu beeinträchtigen und bei Stakeholdern für Verwirrung zu sorgen“. Die Commerzbank hatte zuvor öffentlich Zweifel daran geäußert, wie sich die Mailänder Großbank nach eigenen Angaben fast zwölf Prozent der Anteile an dem Frankfurter Geldhaus habe sichern können.
Nach Angaben von UniCredit lag die direkte Beteiligung an der Commerzbank einschließlich der im Rahmen des Angebots eingereichten Aktien deutlich über der 30-Prozent-Schwelle. Bereits vor der Annahmefrist hielt UniCredit direkt 26,8 Prozent der Commerzbank-Aktien. Zum Stichtag 12. Juni waren 11,86 Prozent der Commerzbank-Anteile in das UniCredit-Angebot eingereicht worden. Das Angebot läuft noch bis zum 16. Juni.
