Mailand, 23 Juli 2026

Die italienische Großbank UniCredit hat am Donnerstag in Mailand ihre Gewinnziele für 2026 und 2030 angehoben und zugleich den nächsten Schritt zur Übernahme der Commerzbank angekündigt.

UniCredit-CEO Andrea Orcel stellte die Halbjahreszahlen in Mailand vor und hob zugleich die Profitabilitätsziele des Instituts. Für das laufende Jahr 2026 erwartet UniCredit nun „deutlich" mehr als elf Milliarden Euro Nettogewinn, wie das Unternehmen mitteilte. Im laufenden Jahr soll der Überschuss auf "deutlich" mehr als 11 Milliarden Euro steigen. Zudem wurde das Nettoergebnisziel für 2030 auf „significantly" über 15 Milliarden Euro angehoben.

Im zweiten Quartal sank der Nettogewinn von UniCredit im Jahresvergleich um 13,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Damit lag das Ergebnis rund zehn Prozent unter dem Vorjahreswert, übertraf jedoch die Analystenerwartungen. JPMorgan-Analystin Delphine Lee sprach in einer ersten Einschätzung am Donnerstag von einem „soliden" Ergebnis. Die Kosten der italienischen Großbank deckten sich mit den Erwartungen. JPMorgan bekräftigte ihre Overweight-Einstufung mit einem Kursziel von 93 Euro.