Deniz Undav hat Deutschland mit zwei Toren gegen die Elfenbeinküste zum vorzeitigen Gruppensieg geschossen und ist nun Mittelpunkt einer taktischen Grundsatzdebatte im DFB-Team vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador.

Drei Tore, zwei Vorlagen – Undav auf Platz eins

Deniz Undav ist derzeit die auffälligste Figur im deutschen WM-Kader. Beim 2:1 (1:0) gegen die Elfenbeinküste in Toronto kam der 29-jährige Stürmer von VfB Stuttgart in der 60. Minute von der Bank und traf innerhalb von acht Minuten zum Ausgleich sowie in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Siegtreffer. Mit drei Toren und zwei Vorlagen aus den Spielen gegen Curaçao und die Elfenbeinküste führt der Stuttgarter die WM-Torjägerliste an – vor Weltstar Lionel Messi.

Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich angetan von der Vorstellung seines Angreifers. „Das erste Tor war super Timing von Deniz. Den macht er unfassbar gut. Der ist unheimlich schwer. Das zweite ist ein klassischer Deniz Undav“, sagte Nagelsmann. Gleichzeitig stellte er klar: „Warum sollte ich seinen Flow jetzt brechen? Seine Rolle erfüllt er herausragend.“ Eine Startelf-Nominierung schloss er aber ausdrücklich nicht aus: „Es sei daher 'nicht ausgeschlossen', dass der Stuttgarter mal beginne. 'Wir werden beides diskutieren, auch mit Deniz.'