Genf, 03 Juli 2026
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat am Freitag bei einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf vor einer neuen Menschenrechtskatastrophe im Sudan gewarnt und die internationale Gemeinschaft zum Handeln aufgerufen.
„Die Zeichen dafür seien unmissverständlich“, sagte Türk. Mit Blick auf die Lage in der Stadt al-Obeid, der Hauptstadt des Bundesstaates Nordkordofan, erklärte er: „Wir haben Alarmstufe Rot“. Die Milizen der RSF und ihre Verbündeten würden Truppen rund um die strategisch wichtige Stadt zusammenziehen, um sie im Kampf gegen die Armee einzunehmen.
In der Hauptstadt des Bundesstaates Nordkordofan sei die Zivilbevölkerung seit 18 Monaten einer belagerungsähnlichen Situation ausgesetzt, so Türk. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser habe einen kritischen Punkt erreicht. Zudem gebe es anhaltende Drohnenangriffe, während die sudanesische Armee und die RSF um die Kontrolle in der Region kämpfen. „Das Wasser ist verschmutzt“, warnte der Hochkommissar.
