Der neue UN-Welternährungsbericht verzeichnet einen leichten Rückgang der Zahl hungernder Menschen weltweit, warnt jedoch zugleich, dass das Ziel, Hunger bis 2030 zu besiegen, in weite Ferne rückt.
Lage in Afrika
Nach dem am Dienstag vorgestellten Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World" hungerten im vergangenen Jahr schätzungsweise 7,8 Prozent der Weltbevölkerung. Das entspricht einer Spanne von 608 bis 696 Millionen Menschen, wie aus dem gemeinsamen Report der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), des UN-Welternährungsprogramms (WFP), des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht.
Im Vergleich zum Jahr 2024 sank die Zahl der Hungernden demnach um rund 14 Millionen. Die FAO wertet dies als dritten Rückgang in Folge. „Die jüngsten Ereignisse, darunter der Nahostkonflikt, drohten allerdings, Fortschritte zu untergraben", heißt es im Bericht. Damit bleibt das von den Vereinten Nationen formulierte Ziel, Hunger bis zum Jahr 2030 vollständig zu beseitigen, nach Einschätzung der Autoren unerreichbar.
