Berlin, 03 Juni 2026
Ein Bericht der Universität der Vereinten Nationen rechnet vor, dass KI-Rechenzentren bis 2030 so viel Wasser verbrauchen könnten wie die Bevölkerung Subsahara-Afrikas mit ihren rund 1,3 Milliarden Menschen.
Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) mit Sitz in Kanada hat in einem neuen Bericht die Umweltkosten Künstlicher Intelligenz bilanziert. Demnach könnten KI-Rechenzentren bis zum Jahr 2030 einen jährlichen Wasserfußabdruck erreichen, der dem Wasserbedarf von etwa 1,3 Milliarden Menschen entspricht. Der Bericht wurde vom UNU-Institut für Wasser, Umwelt und Gesundheit unter Leitung von Kaveh Madani veröffentlicht.
Gleichzeitig könnte sich der Stromverbrauch aller Rechenzentren weltweit bei derzeitiger Entwicklung von geschätzt 448 Terawattstunden im Jahr 2025 auf rund 945 Terawattstunden im Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Das entspräche fast drei Prozent des globalen Strombedarfs. Würden Rechenzentren als ein einzelnes Land betrachtet, läge ihr Stromverbrauch bereits heute weltweit auf dem elften Platz.
