Eine gemeinsame Studie mehrerer Nichtregierungsorganisationen wirft großen Technologiekonzernen vor, die Klimaschäden durch ressourcenintensive generative KI-Anwendungen mit irreführenden Nachhaltigkeitsversprechen zu verschleiern.
Die Analyse, durchgeführt unter anderem von AlgorithmWatch und Beyond Fossil Fuels, untersuchte 154 öffentliche Aussagen von Technologieunternehmen und Institutionen zu angeblichen positiven Klimaeffekten Künstlicher Intelligenz. Das Ergebnis: Nur 26 Prozent der Behauptungen stützten sich auf veröffentlichte wissenschaftliche Studien. 36 Prozent der geprüften Aussagen lieferten überhaupt keine Belege, ein großer Teil der übrigen verwies lediglich auf unternehmenseigene Webseiten oder Berichte.
Julian Bothe, Senior Policy Manager bei AlgorithmWatch, erklärte gegenüber der dpa: „Wenn es Nachhaltigkeitsvorteile durch Künstliche Intelligenz gebe, dann durch Anwendungen traditioneller KI mit wenig Ressourcenverbrauch.“ Die aktuell gehypten großen Sprach- und Bildmodelle wie ChatGPT, Copilot oder Gemini hingegen verbrauchten „Unmengen an Strom und Wasser, verursachen CO2-Emissionen in der Höhe ganzer Länder, bringen aber keinerlei positiven Nutzen für die Umwelt.“
