Die Vereinten Nationen haben in der Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert, wie das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte berichtet.

Drastischer Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 mehr als 16.000 Zivilisten getötet und mehr als 46.000 verletzt. Allein im Mai dieses Jahres registrierte die UN mindestens 274 getötete und 1.763 verletzte Zivlisten, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat ist drastisch: Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren. Besonders betroffen waren erneut Städte weit hinter der Frontlinie.

Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Die UN-Beobachter werten dies als Zeichen einer gezielten Ausweitung der Angriffe auf zivile Infrastruktur und Wohngebiete.