US-Präsident Donald Trump hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara das Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen mit Iran für hinfällig erklärt und neue Angriffe auf das Land angekündigt.

Hintergrund: Das Rahmenabkommen und sein Bruch

Die Erklärung erfolgte am Mittwoch, nur wenige Stunden vor der Hauptsitzung des Bündnisses in der türkischen Hauptstadt. Trump sagte, er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit Iran nichts mehr zu tun haben: „Er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit Iran nichts mehr zu tun haben". Gleichzeitig erklärte Trump, die Vereinbarung sei „wohl vorbei“ – die Absichtserklärung, die in seinem Namen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet worden war, betrachtet er als null und nichtig.

Die Wende kommt unmittelbar nach einer neuerlichen Eskalationsspirale zwischen Washington und Teheran. In der Nacht zum Mittwoch flog das US-Militär Angriffe auf zahlreiche Ziele in Iran – nach Angaben des US-Zentralkommandos Centcom wurden mehr als 80 Ziele getroffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten im staatlichen Fernsehen, sie hätten ihrerseits „85 wichtige US-Armeeanlagen“ in Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die USA hatten zudem eine Ausnahmegenehmigung entzogen, die Iran den Verkauf von Öl erlaubte, und reagierten laut eigenen Angaben auf iranische Angriffe auf drei Tanker in der Straße von Hormuz.