Wenige Tage nach einer spektakulären, aber umstrittenen Rettungsaktion wird der Kadaver des Buckelwals „Timmy“ am Donnerstag auf der dänischen Insel Anholt obduziert.

Die gescheiterte Rettung

Der tote Wal war vor mehr als zwei Wochen vor der Ostsee-Insel Poel gestrandet. Eine privat finanzierte Initiative unter der Leitung von Karin Walter-Mommert schleppte das Tier daraufhin in einer aufwendigen Aktion über die dänische Ostsee in die Nordsee.

Doch nur wenige Tage nach der Freilassung meldeten die Behörden, dass ein vor der dänischen Küste treibender toter Wal als „Timmy“ identifiziert worden sei. Der Kadaver trieb schließlich vor der Ferieninsel Anholt im Wasser.

Die dänische Umweltbehörde entschied, den Wal direkt auf Anholt zu bergen und zu untersuchen. Ein ursprünglicher Plan, den Kadaver per Boot nach Jütland in die Hafenstadt Grenaa zu schleppen, wurde wegen des fortgeschrittenen Verwesungszustands verworfen.

Am Wochenende zog ein Bergungsteam den stark aufgeblähten Kadaver mit einem Fahrzeug und einem Seil aus dem flachen Wasser auf den Strand. Dabei hinterließ der tonnenschwere Körper eine tiefe Furche im Sand.

Bergung unter schwierigen Bedingungen

Morten Abildstrøm kommentierte den etwa zweistündigen Einsatz mit den Worten: „Alles ist nach Plan verlaufen.“ Zuvor waren Bergungsversuche mit dem Seil gescheitert.

Die Behörde hat den Bereich um das verwesende Tier mit Absperrband abgesperrt und Anwohner sowie Badende eindringlich davor gewarnt, sich dem Wal wegen Infektionsgefahr zu nähern.