Starzach, 16 Juli 2026
Ein tonnenschwerer Felsblock ist am Mittwochabend nach einem heftigen Gewitter in Starzach im Landkreis Tübingen vom Hang abgebrochen und in das Dach eines Einfamilienhauses gestürzt.
Was ist neu seit dem 16. Juli 2026
Update vom 16. Juli 2026: Das Tübinger Landratsamt hat am Morgen nach dem Unwetter Einzelheiten zum Zustand des Hauses und zum Stand der Sicherungsarbeiten mitgeteilt. Demnach steckt der Felsbrocken in einem Zwischengeschoss des Gebäudes und hat sich seit dem Aufprall nicht mehr bewegt. Über mögliche Schäden an der Bausubstanz sollen nun weitere Untersuchungen Aufschluss geben.
Der Vorfall
Was ist neu seit dem 16. Juli 2026: Im Vergleich zur ersten Berichterstattung haben die Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen die Sicherungsmaßnahmen und die Begutachtung des Hangs fortgesetzt. Das Landesamt für Geologie beim Regierungspräsidium Freiburg und ein Statiker wurden eingebunden, um die Lage fachlich einzuschätzen. Eine vollständige Inspektion des Hangs war zuvor wegen Dunkelheit und dichtem Nebel nur eingeschränkt möglich.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend, als ein Gewitter mit starkem Regen über die Gemeinde Starzach hinwegzog. Nach bisherigen Erkenntnissen löste das Unwetter den rund eine Tonne schweren Felsbrocken aus dem Hang, der daraufhin auf das Dach eines Wohnhauses stürzte.
Der Felsblock durchschlug das Dach und blieb in einem Zwischengeschoss des Hauses stecken. „Der Felsbrocken steckt in einem Zwischengeschoss und hat sich seitdem nicht mehr bewegt", erklärte eine Sprecherin des Tübinger Landratsamts. Das teilte das Tübinger Landratsamt mit.
Einsatzkräfte sichern den Felsblock
Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand. „Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand", hieß es in einer Mitteilung der Einsatzkräfte. Eine Familie lebe weiterhin in dem Einfamilienhaus, hieß es weiter.
Unmittelbar nach dem Aufprall sicherte das Technische Hilfswerk (THW) den Felsblock am Abend, um weitere Schäden an dem Gebäude zu verhindern. Die Feuerwehr sicherte das Gebäude und führte erste Sicherungsmaßnahmen durch. Eine Drohneneinheit der Feuerwehr Rottenburg erkundete den Hang noch am selben Abend, um die Gefahrenlage aus der Luft einzuschätzen.
Am Donnerstagmorgen wurden die Sicherungsmaßnahmen und die Begutachtung des Hangs fortgesetzt. Wegen Dunkelheit und dichtem Nebel war eine vollständige Inspektion des Hangs zuvor nur eingeschränkt möglich gewesen.
Geologen und Statiker untersuchen den Hang
Neben dem THW und der Feuerwehr wurde auch das Landesamt für Geologie beim Regierungspräsidium Freiburg hinzugezogen. „Auch ein Statiker wurde zur Einschätzung der Lage hinzugezogen", teilten die Einsatzkräfte mit. Die Fachleute sollen klären, wie stabil der Hang oberhalb des Hauses noch ist und ob weiteres Gestein abrutschen könnte.
„Laut einer Sprecherin des Tübinger Landratsamtes ist das Haus noch bewohnbar", hieß es in der Mitteilung des Landratsamts. Die Familie sei deshalb bisher nicht evakuiert worden.
Die Feuerwehr Rottenburg berichtete über den Einsatz auf Facebook. Auch dort wurde bestätigt, dass keine Personen zu Schaden kamen. Die Feuerwehren rückten insgesamt zu rund 40 Einsätzen aus, die meisten davon im Zusammenhang mit dem Unwetter.
Starzach liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Stuttgart im Landkreis Tübingen. Die Region war am Mittwochabend von einem heftigen Gewitter mit Starkregen betroffen, das nach Angaben der Behörden die Ursache für den Felssturz war.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Wie es für das Haus und seine Bewohner weitergeht, ist noch offen. „Wann er vom Dach geborgen werden kann, ist noch offen", erklärten die Fachleute. Erst danach wollen die Fachleute entscheiden, wie es für das Haus und seine Bewohner weitergeht.
Die Gemeinde und die Behörden stehen damit vor einer komplexen Aufgabe: Einerseits muss der Felsblock fachgerecht vom Dach geborgen werden, andererseits muss der Hang oberhalb des Hauses auf seine weitere Stabilität hin untersucht werden. Erst wenn beide Bewertungen vorliegen, kann eine endgültige Entscheidung über notwendige Sanierungs- oder Sicherungsmaßnahmen getroffen werden.
Für die betroffene Familie bedeutet die Lage eine ungewisse Zeit. Zwar ist das Haus nach ersten Einschätzungen weiterhin bewohnbar, doch der tonnenschwere Felsblock im Zwischengeschoss und die noch ausstehenden Untersuchungen sorgen für Verunsicherung. Die Behörden haben angekündigt, die Bewohner über weitere Schritte zu informieren, sobald die Ergebnisse der Fachleute vorliegen.
