Die Videoplattform TikTok und der US-Bundesstaat Alabama haben sich nach Angaben des Generalstaatsanwalts Steve Marshall auf einen Vergleich in Millionenhöhe geeinigt und einen geplanten Prozess um die angeblich süchtig machende Wirkung der App abgewendet.
Hintergrund des Verfahrens
Mit dem Vergleich endet ein seit Monaten schwelender Rechtsstreit, in dem Alabama der Plattform vorgeworfen hatte, gezielt Funktionen entwickelt zu haben, die besonders junge Nutzerinnen und Nutzer an die App binden sollen. Generalstaatsanwalt Steve Marshall sprach von einem Sieg für den Kinder- und Jugendschutz im Bundesstaat. TikTok äußerte sich zunächst nicht zu den Details der Vereinbarung, bestätigte aber grundsätzlich die Einigung.
Hintergrund des Verfahrens war eine Klage, die Marshall im vergangenen Jahr eingereicht hatte. Die Staatsanwaltschaft warf dem Konzern vor, mit Mechanismen wie endlosen Feeds, Push-Benachrichtigungen und algorithmischen Empfehlungen bewusst suchtähnliches Verhalten bei Heranwachsenden zu fördern. TikTok wies die Vorwürfe zurück und argumentierte, die App biete bereits zahlreiche Sicherheitsfunktionen für minderjährige Nutzer.
