Das Bahnprojekt Stuttgart 21 verzögert sich Medienberichten zufolge erneut, die vollständige Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs soll erst Ende 2031 erfolgen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Umfeld der mit dem Projekt vertrauten Personen berichtete, muss die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs auf Ende 2031 verschoben werden. Auch der SWR berichtete unter Berufung auf Kreise der Projektpartner, dass Stuttgart 21 im Dezember 2031 vollständig in Betrieb gehen soll. Die Deutsche Bahn will die Öffentlichkeit nach dem Stuttgart-21-Lenkungskreis Ende Juni über das neue Inbetriebnahmekonzept informieren.

Als Hauptgrund für die erneute Verschiebung gelten fehlerhaft verlegte Kabel und zu kleine Kabelschächte. Eine SWR-Recherche ergab, dass die Deutsche Bahn rund 1.000 Kilometer Kabel verlegt hat, die für das Projekt Stuttgart 21 weitgehend ersetzt werden müssen. "Von mehr als 1.000 Kilometern verlegten Kabeln und Schächten muss nun der Großteil getauscht werden", heißt es in dem Bericht. Allein zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) seien es rund 1.200 Kilometer.