Wien, 02 Juni 2026

Nach einem Treffen im österreichischen Parlament ist ein offener Konflikt zwischen Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) und der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) über parlamentarische Mitarbeiter mit biografischen Bezügen zur Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) entstanden.

Auslöser war ein Gespräch, zu dem Rosenkranz am Montag Vertreter des Innenministeriums, darunter Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) und DSN-Chefin Sylvia Maier, in das Parlamentsgebäude eingeladen hatte. An dem Treffen nahmen Vertreter aller Fraktionen teil. Hintergrund waren Recherchen von STANDARD und ORF-Report, denen zufolge frühere Aktivisten der rechtsextremen Identitären Bewegung als parlamentarische Mitarbeiter der FPÖ tätig sind und teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet werden.