Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat, Manuel Pretzl, hat in einem Brief an den Bayerischen Rundfunk die städtische Gleichstellungsstelle für ihre Kritik an den historischen Pappmaché-Figuren des Teufelsrads auf dem Oktoberfest scharf kritisiert.
Die Auseinandersetzung entzündet sich an einer Neugestaltung der Figuren, die nach Angaben des BR am Ende der vergangenen Woche öffentlich bekannt geworden war. Die Gleichstellungsstelle der Stadt München hatte die Darstellung der Frauenfiguren am Teufelsrad beanstandet und eine weniger freizügige Ausführung gefordert. Pretzl widerspricht dieser Bewertung in einem Schreiben an den Sender und spricht von einer Überreaktion.
Wörtlich schreibt Pretzl, die Gleichstellungsstelle habe „mit ihrer Kritik an den historischen Pappmaché-Figuren des Teufelsrads komplett über das Ziel hinausgeschossen“. Mit diesem Brief positioniert sich der CSU-Fraktionschef gegen die Forderung aus dem eigenen Rathaus und gibt der Debatte eine parteipolitische Richtung.
