Der britische Premierminister Keir Starmer hat nach westlichen Geheimdiensteinschätzungen vor einem möglichen russischen Angriff auf einen Nato-Staat innerhalb der nächsten vier Jahre gewarnt.
Hintergrund der Warnung
Bei einem Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland sagte Starmer am Freitag, die britischen Geheimdienste und Partnerländer innerhalb des Bündnisses teilten diese Einschätzung. „It is our intelligence assessment and the assessment of other countries in Nato that there could be an attack by Russia on Nato as soon as 2030", erklärte der Premierminister. Er sprach damit von einer konkreten Bedrohungslage, die über kurzfristige Spannungen hinausgehe.
Starmer kündigte zugleich an, die britischen Verteidigungsausgaben in der nächsten Legislaturperiode auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Bisher liegt das Vereinigte Königreich deutlich unter dieser Marke. Die Erhöhung soll Teil eines umfassenden Plans sein, den die Regierung noch vor dem Nato-Gipfel am 7. Juli veröffentlichen will.
