Sarajevo, 29 August 2026

Die serbische Regierung bereitet nach Angaben von Bürgermeister Nenad Vujić ein Staatsbegräbnis für den als Massenmörder und Muslimenfeind verurteilten früheren bosnisch-serbischen General Ratko Mladić vor, während das Srebrenica-Genozid-Gedenkzentrum wegen Ehrung Mladićs bei einem Fußballspiel Beschwerde bei der UEFA einlegte.

Die Nachricht über ein mögliches Staatsbegräbnis für Ratko Mladić hat in Bosnien und Herzegowina, aber auch international Empörung ausgelöst. Mladić war 2017 vom UN-Tribunal in Den Haag wegen des Völkermords von Srebrenica und weiterer Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Allein beim Massaker von Srebrenica im Juli 1995 waren mehr als 8.000 bosnische Muslime ermordet worden.

Belgrads Bürgermeister Nenad Vujić hatte die Pläne öffentlich gemacht. Ein genaues Datum für die Trauerfeier steht nach den vorliegenden Informationen noch nicht fest. Präsident Aleksandar Vučić äußerte sich bislang nicht konkret zu den Einzelheiten, signalisierte jedoch grundsätzliche Bereitschaft, den Verstorbenen mit staatlichen Ehren zu verabschieden.