Die SPD-Landeschefs von Berlin und Schleswig-Holstein haben in einem Brandbrief an Bundesbauministerin Verena Hubertz gefordert, die geplanten Kürzungen beim Wohngeld zurückzunehmen.
Die Unterzeichner des Schreibens wenden sich direkt an Hubertz mit der eindringlichen Bitte, die im Bund geplanten Einsparungen beim Wohngeld zu stoppen. Hintergrund ist eine Verärgerung über die bisherige Linie des Bundes, die aus Sicht der Länder die Situation vieler Mieterinnen und Mieter verschärfen würde. In dem Brief heißt es, die Parteivorsitzenden der beiden Landesverbände erwarteten eine klare Abkehr von den Kürzungsplänen, weil dies den eigenen politischen Ankündigungen widerspreche.
Wachsende Unzufriedenheit in der SPD
Die Initiative fällt in eine Phase wachsender Unzufriedenheit innerhalb der SPD mit der Haushaltspolitik der eigenen Bundesregierung. Auch an Bundesparteichef Lars Klingbeil und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die als stellvertretende Parteivorsitzende eine zentrale Rolle in der Regierungslinie spielt, richten sich wachsende Forderungen aus den eigenen Reihen, die geplanten Einsparungen im sozialen Bereich zurückzufahren. Parteivorstand und Bundestagsfraktion stehen damit unter Druck, eine Haltung zu formulieren, die die SPD-Basis mitträgt.
