Wien, 12 August 2026

Sozialverbände in Österreich fordern anlässlich des bevorstehenden Schulstarts höhere staatliche Zuschüsse für Schulmaterialien, Schulveranstaltungen und Ausflüge, um Familien mit niedrigem Einkommen stärker zu entlasten.

Zum Beginn des neuen Schuljahres haben Wohlfahrtsverbände in Österreich die Bundesregierung zu einer Ausweitung der bisherigen Unterstützungsleistungen aufgefordert. Die Kosten für Tornister, Hefte, Stifte und andere Materialien seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, argumentieren die Organisationen. Betroffen seien vor allem einkommensschwache Familien, die einen wachsenden Anteil ihres verfügbaren Budgets für die Ausstattung ihrer Kinder aufwenden müssten.

Hintergrund: Steigende Kosten zum Schulstart

Der Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk schlug vor, die öffentliche Hand solle einen Schultransferfonds nach dem Vorbild des während der Corona-Pandemie eingerichteten Hilfsfonds einrichten. Aus einem solchen Fonds könnten Teile der Kosten für Schulveranstaltungen und Ausflüge für Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten übernommen werden. „Die Pandemie hat gezeigt, dass rasche, zielgerichtete Hilfen möglich sind, wenn der politische Wille dazu besteht“, sagte Schenk.