Sorge vor weiterer Eskalation im Iran-Krieg: USA verlegen Kampfjets und bereiten größere Operationen vor
Washington/Teheran, 20. Juli 2026
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Kurzfassung
Die USA verlegen zusätzliche Kampfjets und Tankflugzeuge in die Region und erwägen nach Berichten eine Ausweitung der Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig wächst in Teheran die Angst vor Angriffen auf die Hauptstadt, während die Zahl der gefallenen US-Soldaten auf 17 steigt.
Washington/Teheran, 20. Juli 2026
Im Iran-Krieg verlegen die USA zusätzliche Kampfjets und Tankflugzeuge in den Nahen Osten und bereiten nach Berichten mehrerer US-Medien eine Ausweitung der Militäroperationen vor, während die Zahl der gefallenen amerikanischen Soldaten auf 17 steigt.
Militärische Aufrüstung in der Region
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben sich nach Berichten mehrerer US-Medien weiter verschärft. Wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, werden derzeit mehr Kampfflugzeuge in die Region verlegt, darunter Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel sowie mehrere Tankflugzeuge. Zudem würden F-35-Kampfflugzeuge von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien geschickt, hieß es in den Berichten weiter.
Die US-Regierung prüft nach Informationen der "Washington Post" und der "New York Times", die unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte zitiert wurden, mehrere Optionen für eine Ausweitung der Militäroperationen. Optionen sind demnach, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Straße von Hormuz einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist.
Optionen für eine Ausweitung der Angriffe
Die "Washington Post" zitierte einen namentlich nicht genannten US-Beamten mit der Aussage, dass sich die USA auf einen umfassenderen Krieg vorbereiteten. Das US-Militär müsse sich auf eine "Strafaktion" einstellen. Die "New York Times" meldete dies ebenfalls unter Berufung auf US-Beamte. Demnach tendiere Trump laut "Wall Street Journal" dazu, die Einsätze gegen den Iran auszuweiten.
US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten US-Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. Die Angriffe auf den Iran seien "zu Ehren" der Soldaten erfolgt, sagte er am 15. Juli 2026. Die Angriffe seien "zu Ehren" der "großartigen Patrioten" erfolgt, die im Einsatz waren, "damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann", sagte er nach der Rückkehr vom WM-Endspiel vor Journalisten. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17. Die Gesamtzahl der amerikanischen Todesopfer seit Kriegsbeginn stieg damit auf 17.
Trumps Begründung und die Zahl der Gefallenen
Trump äußerte sich zudem zur Lage der iranischen Streitkräfte. "Militärisch haben sie fast alles verloren", sagte er. "Sie haben nur noch sehr wenig übrig." "Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen", meinte Trump. "Sie haben noch ein paar Drohnen." Das "Wall Street Journal" berichtete kürzlich unter Berufung auf US-Beamte, Trump tendiere dazu, die Einsätze gegen den Iran auszuweiten.
Unterdessen wächst in der Bevölkerung der iranischen Hauptstadt Teheran die Sorge vor Angriffen auch in der Millionenmetropole, sollte der Krieg weiter eskalieren. Laut iranischen Nachrichtenagenturen wurden Explosionen im Norden des Landes, in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, in der Provinz Buschehr, in mehreren Hafenstädten und im Raum Sirik nahe der Straße von Hormus gemeldet. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet.
Lage in der Straße von Hormus
In der Straße von Hormus geriet derweil nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Die Luftverteidigung wehre "feindliche Drohnen" aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes mit. "Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts." US-Außenminister Rubio sagte, die Vereinigten Staaten würden "weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen".
Die Sorge vor einer Eskalation betrifft auch den internationalen Energiemarkt. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. "Ölpreise werden hoch bleiben", so die Einschätzung von Frank Bethmann aus der ZDF-Wirtschaftsredaktion.
Auswirkungen auf die Energiepreise
ZDF-Korrespondent David Sauer ordnete die Lage mit Blick auf die US-Strategie ein: "Die Absicht ist, Iran weiter unter Druck zu setzen". Zugleich warnten Militärs und Beamte vor einer möglichen Überlastung der Streitkräfte. "Wir haben nicht genug, um die Einsätze sicher aufrechtzuerhalten, und ich glaube nicht, dass sich das Weiße Haus dessen bewusst ist", zitierte die Zeitung den Beamten.
Die iranische Seite droht unterdessen mit Vergeltung. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für "einen einzigen Tropfen Öl und Gas" sicher, hieß es aus Teheran. Andere Staaten müssten jedoch "durch Ausrüstung oder Finanzmittel" ihren Beitrag dazu leisten. Trump reagierte darauf mit einem knappen "Mal sehen, was passiert".
Politische Reaktionen in den USA
In den USA regt sich unterdessen politischer Widerstand gegen die Ausweitung der Angriffe. Demokratische Abgeordnete kritisierten die Begründung der jüngsten Angriffe als "zu Ehren" der gefallenen Soldaten. Die Debatte über das richtige Ausmaß der US-Militärpräsenz in der Region dürfte in den kommenden Tagen weiter an Schärfe gewinnen. Die Gesamtzahl der amerikanischen Todesopfer seit Kriegsbeginn stieg damit auf 17, wie US-Medien am Wochenende berichteten.
Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Während sich die Streitkräfte der USA und des Irans in einer weiteren Nacht gegenseitig attackieren, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Die Gesamtzahl der amerikanischen Todesopfer seit Kriegsbeginn stieg damit auf 17. ROUNDUP 2: Sorge vor Ausweitung des Iran-Kriegs wächst (Neu: Alarm in Bahrain).
Auch in Bahrain wurde Alarm ausgelöst, nachdem in der Region vermehrt Drohnen und Raketen gesichtet wurden. Die Lage an der Straße von Hormuz, einer der wichtigsten Seestraßen der Welt für den Öltransport, bleibt damit hochgradig instabil. Internationale Beobachter befürchten, dass eine weitere Eskalation unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energie- und Finanzmärkte haben könnte.
Trump hatte zuletzt betont, dass die Angriffe auf den Iran "zu Ehren" der gefallenen Soldaten erfolgt seien. Mit Blick auf die Zukunft hielt er sich jedoch bedeckt. "Mal sehen, was passiert", sagte er. Diese Unbestimmtheit verstärkt die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts, der laut Experten wie dem Iran-Experten, der die Lage als "rapide Verschärfung" beschrieb, immer gefährlichere Ausmaße annimmt.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die USA tatsächlich eine großangelegte Bodenoffensive starten oder ob die diplomatischen Kanäle wiederbelebt werden. Bis dahin bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt, mit möglichen Folgen weit über die Region hinaus. "Ölpreise werden hoch bleiben", so die Einschätzung von Frank Bethmann aus der ZDF-Wirtschaftsredaktion, fasst die wirtschaftlichen Konsequenzen zusammen, die Verbraucher weltweit spüren dürften.
Fragen & Antworten
Welche militärische Optionen prüfen die USA im Iran-Krieg?
Nach Berichten der "Washington Post" und der "New York Times" erwägen die USA, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Straße von Hormuz einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung namens "Pickaxe Mountain".
Wie viele US-Soldaten sind bisher im Iran-Krieg gefallen?
Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten ist auf 17 gestiegen, wie US-Medien unter Berufung auf das Pentagon berichteten.
Warum hat Trump die jüngsten Angriffe auf den Iran befohlen?
Trump begründete die jüngsten US-Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. Die Angriffe seien "zu Ehren" der gefallenen Soldaten und der "großartigen Patrioten" erfolgt, "damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann".
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