Mit dem Ende des meteorologischen Sommers am 31. August 2026 ziehen Mediziner, Wetterdienste und Gesundheitsbehörden in Deutschland eine vorläufige Bilanz, die von überdurchschnittlicher Hitze, einer erhöhten Zahl hitzebedingter Notfälle und Hinweisen auf eine hohe Dunkelziffer bei Hitzetoten geprägt ist.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) blickt auf einen Sommer zurück, der in weiten Teilen Deutschlands deutlich wärmer ausfiel als im langjährigen Mittel. Besonders im Juli und August registrierten die Messstationen wiederholt Hitzewellen mit Tageshöchstwerten, die teils über 35 Grad Celsius lagen. Auch in den Nächten kühlte es vielerorts kaum noch ab, was die Belastung für den menschlichen Organismus zusätzlich erhöht.

Wetterbilanz: Überdurchschnittliche Hitze

Die gesundheitlichen Folgen dieser anhaltenden Hitze schlugen sich in den Notaufnahmen und Intensivstationen nieder. Der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, sagte, die Kliniken hätten in den Spitzenzeiten der Hitzewellen eine spürbar höhere Zahl schwerer Fälle behandelt. "Laut dem medizinischen Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, würden viele Fälle nicht als hitzebedingt erfasst, weil auf Totenscheinen etwa Organversagen stehe." Damit wies Janssens auf eine zentrale Schwierigkeit bei der Erfassung hitzebedingter Todesfälle hin.