CSU-Chef Markus Söder hat nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem er die Partei nach den Verlusten bei der Kommunalwahl im März neu aufstellen will.

Der bayerische Ministerpräsident präsentierte das Programm am Montag in München als Antwort auf die schwachen Ergebnisse der CSU bei den Kommunalwahlen. Damals hatte die Partei zahlreiche Bürgermeister- und Landratsposten verloren, während die AfD deutlich zulegte. Auch der Koalitionspartner Freie Wähler schnitt stark ab. Söder bezeichnete es als Ziel des Plans, „die Partei mitzunehmen, sie zu motivieren und auch besser zu organisieren“.

Hintergrund des Plans ist ein wachsender Unmut in der CSU. CSU-Vize Weber hatte rund um Pfingsten in einem Brief an Mandatsträger eine stärkere inhaltliche Profilierung der Partei gefordert. Der Brief wurde weithin als Angriff auf Söder gedeutet. Vor diesem Hintergrund geriet der Parteichef zunehmend unter internen Druck, auf die Stimmung in der Partei zu reagieren.