Der Weltranglistenerste Jannik Sinner hat am Sonntag in Wimbledon seinen Titel verteidigt und im Finale den deutschen Spitzenspieler Alexander Zverev nach fast vier Stunden mit 6:7, 7:6, 6:3, 6:4 bezwungen.

Damit sicherte sich Sinner, der bereits die Australian Open 2024 und 2025 gewonnen hatte, seinen insgesamt fünften Grand-Slam-Titel und seinen 30. Karrieretitel. Gegen Zverev war es der elfte Sieg im 15. direkten Duell, seit dem US-Open-Achtelfinale 2023 siegte der Italiener zehnmal in Folge. Auf Rasen trafen die beiden erstmals aufeinander, dreimal durfte der 24-Jährige bisher bei Rasenturnieren den Pokal in die Höhe stemmen.

Zverev eröffnete die Partie stark und gewann den ersten Satz im Tiebreak mit 9:7, womit er seine erste Satznahme gegen Sinner im Jahr 2026 gelang. Im zweiten Durchgang musste erneut das Tiebreak entscheiden, das an Sinner ging. Anschließend domminierte der Titelverteidiger und entschied die Sätze drei und vier mit 6:3 und 6:4 für sich.

Für den 29-jährigen Zverev, der Anfang Juni in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open geholt hatte, war es die erste Finalteilnahme in Wimbledon. Der Hamburger verpasste damit den Sprung zu seinem zweiten Major-Titel in Folge. Mit dem Finaleinzug rückte er dennoch auf Platz zwei der Weltrangliste vor.

Prominenz auf den Rängen

Hochkarätige Unterstützung erhielt Zverev aus der Heimat: Bundeskanzler Friedrich Merz war gemeinsam mit seiner Frau Charlotte nach London gereist und hatte in der ersten Reihe der Royal Box Platz genommen, ebenso wie Prinz William und Prinzessin Kate. Die prominente Unterstützung brachte Zverev im Spiel jedoch nicht den erhofften Erfolg.