Der senegalesische Fußballverband hat Nationaltrainer Pape Thiaw nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Norwegen von seinen Aufgaben entbunden, als Wunschkandidat für die Nachfolge gilt laut L'Equipe Patrick Vieira.
Die Trennung von Thiaw kommt nach einer sportlich durchwachsenen Phase der senegalesischen Nationalmannschaft. Beim jüngsten WM-Turnier in Norwegen war das Team trotz einer 2:0-Führung im Achtelfinale an Belgien ausgeschieden. Die 2:3-Niederlage beendete die Hoffnungen auf einen weiteren Coup nach dem Triumph beim Afrika-Cup.
Hintergrund: Sperre und WM-Aus
Neben dem frühen WM-Aus dürfte auch die bevorstehende Sperre gegen den Coach eine Rolle gespielt haben. Thiaw hätte im September zu Beginn der Afrika-Cup-Qualifikation eine Sperre von fünf Spielen antreten müssen, da er im Januar im Finale des Afrika-Cups gegen Marokko einen Protest seines Teams angezettelt hatte. Das Endspiel war zwar mit 1:0 gewonnen worden, die Partie wurde aber wegen der Protestaktion nachträglich mit 3:0 für Marokko gewertet.
Der senegalesische Verband sucht nun einen Nachfolger, der die Mannschaft durch die Afrika-Cup-Qualifikation führen kann. Im Fokus steht dabei laut der französischen Tageszeitung L'Equipe ein prominenter Name: Patrick Vieira, in Dakar geborener Franzose, gehört demnach zu den Favoriten für den Trainerposten.
Patrick Vieira: Ein Name mit Signalwirkung
Vieira, der seine Karriere als Spieler bei internationalen Spitzenklubs verbrachte, war zuletzt als Trainer in der englischen Premier League tätig. Seine Erfahrung in einer Topliga sowie seine Verbindungen in den senegalesischen Fußball machen ihn für den Posten besonders interessant. Sollte er das Angebot annehmen, wäre es seine erste Aufgabe als Nationaltrainer.
