Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland neue Luftangriffe auf die Ukraine unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Ankara vorgeworfen und die Angriffe als bewusste Provokation kritisiert.

Selenskyj erklärte, die Angriffe seien Ausdruck der Strategie des russischen Präsidenten Putin. „Das entspricht ganz Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag (am 4. Juli) und vor dem Nato-Gipfel in Ankara" wolle er "noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten", sagte Selenskyj.

Hintergrund der Angriffe

Die Angriffe erfolgten demnach in der Nacht auf den 5. Juli. In Kiew und anderen Landesteilen wurde nach Angaben ukrainischer Stellen Luftalarm ausgelöst. Selenskyj sprach von neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine, ohne in der Erklärung konkrete Opferzahlen oder getroffene Ziele zu nennen.

Der ukrainische Präsident verband die Angriffe mit dem zeitlichen Ablauf internationaler Termine. Er verwies auf den amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli sowie auf den anstehenden Nato-Gipfel in Ankara. Diese zeitliche Nähe wertete er als bewusstes Signal.