Ein Dammbruch am Liulan-Stausee in Hengzhou in der südchinesischen Region Guangxi, zwei Tornados in der zentralchinesischen Provinz Hubei und ein Erdrutsch in der Provinz Gansu haben am Wochenende und zu Wochenbeginn Dutzende Tote und Verletzte gefordert.

Bereits am Montagmorgen war am Liulan-Stausee in Hengzhou in der südlichen Region Guangxi ein Damm gebrochen. Wie auf Fotos zu sehen war, setzte der Bruch einen ganzen Landstrich unter Wasser. Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen dabei vier Menschen ums Leben, acht gelten als vermisst. Zehntausende mussten evakuiert werden. Videos in sozialen Medien zeigten Fluten im Stil von Sturzfluten, die über Ortschaften hinwegrollten.

Der chinesische Präsident Xi Jinping ordnete laut amtlicher Berichterstattung die Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte für die Rettung und die Versorgung der Verletzten an. Auch in der zentralchinesischen Provinz Hubei schlugen die Unwetter in der Nacht zum Dienstag mit voller Wucht zu. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, kamen dort mindestens elf Menschen infolge zweier Tornados ums Leben; mindestens 275 Menschen wurden verletzt. Eine Person wird vermisst, Hunderte Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Tornados in Hubei: Elf Tote und Hunderte Verletzte

Die Wirbelstürme rissen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 149 Kilometern pro Stunde Dächer von Gebäuden und warfen Autos um. Die Stürme trafen über einen Zeitraum von vier Stunden die Städte Huangshi, Huanggang, Ezhou und Xianning in der wichtigen Industrie- und Technologie-Region. Rettungskräfte wurden unter anderem in Huanggang eingesetzt. Der letzte Wirbelsturm dort hatte sich im Mai 2021 ereignet.

Erdrutsche als Folge der Starkregenfälle ereigneten sich auch in der nordwestchinesischen Provinz Gansu. Laut Berichten des Staatsfernsehens verschüttete ein Erdrutsch im Kreis Tanchang insgesamt 33 Menschen. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, 17 konnten bislang gerettet werden. Die Bergungsarbeiten dauerten noch an, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zwölf Personen galten zum Zeitpunkt der Meldung noch als vermisst.