Bei einem Grubenunglück im Norden Chinas sind mehr als 82 Bergleute ums Leben gekommen, nachdem es in einer Kohlemine zu einer Explosion gekommen war.
Die Explosion ereignete sich während eines Schichtwechsels in der Mine im Landkreis Qinyuan in der Provinz Shanxi. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich laut offiziellen Angaben 247 Arbeiter in der Grube.
Die chinesischen Staatsmedien berichteten, dass die Zahl der Todesopfer sprunghaft auf 82 angestiegen ist. Viele der verschütteten Bergarbeiter konnten nach der Gasexplosion nicht mehr lebend geborgen werden.
157 Bergleute wurden an die Erdoberfläche gebracht, darunter zunächst vier Todesopfer. 90 weitere waren zunächst eingeschlossen, während gefährlich hohe Kohlenmonoxid-Werte gemessen wurden.
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, bei der Rettung und der Behandlung der Verletzten 'keine Mühen zu scheuen'. Er ordnete zudem eine gründliche Untersuchung der Unglücksursache an.
Reaktionen der Regierung
Premier Li Qiang kündigte verstärkte landesweite Sicherheitsüberprüfungen an. Zwei Personen, darunter der Betreiber der Mine, wurden von den Behörden festgenommen.
Die Mine, die über sechs Schächte verfügt und eine Jahreskapazität von 1,2 Millionen Tonnen hat, wurde von den lokalen Behörden als 'hoch gasgefährdet' eingestuft.
Shanxi ist eines der Zentren der chinesischen Kohleindustrie, die bekannt ist für ihre schlechten Sicherheitsstandards. Kohle macht immer noch mehr als die Hälfte des chinesischen Energieverbrauchs aus.
Hintergrund zur Mine
Der letzte große Bergbauunfall in China ereignete sich Anfang 2023 in der Inneren Mongolei und forderte 53 Todesopfer.
Rund 750 Rettungskräfte wurden nach der Explosion mobilisiert. Die meisten Verletzungen wurden durch giftige Gase verursacht.
Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks 247 Bergleute in der Grube befanden. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der hohen Gaswerte schwierig.
Rettungsmaßnahmen
Die Provinz Shanxi ist eine der wichtigsten Kohleabbauregionen Chinas. Die Sicherheitsstandards in den Minen der Region sind oft unzureichend.
Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren versucht, die Sicherheit in den Kohleminen zu verbessern, doch Unfälle wie dieser zeigen, dass noch viel zu tun bleibt.
Experten weisen darauf hin, dass die hohe Nachfrage nach Kohle in China zu einem erhöhten Druck auf die Minenbetreiber führt, was oft zu Lasten der Sicherheit geht.
Expertenmeinungen
Die Familien der Opfer erhalten Unterstützung von der Regierung, doch viele fragen sich, ob solche Tragödien in Zukunft verhindert werden können.
