Die Schweizer Fußballnationalmannschaft hat beim WM-Achtelfinale in Vancouver Kolumbien nach torlosen 120 Minuten mit 4:3 im Elfmeterschießen besiegt und steht damit erstmals seit 1954 in einem Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.

Ein historischer Abend in Vancouver

Es war ein Moment, auf den die Schweiz 72 Jahre gewartet hatte. Im ausverkauften Stadion von Vancouver, das nach Angaben der Organisatoren 52.497 Zuschauerinnen und Zuschauer fasste, entschied erst das Elfmeterschießen die hart umkämpfte Achtelfinalpartie gegen Kolumbien. Nach 120 Minuten ohne Tor stand es 0:0, ehe Ruben Vargas den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg der Nati verwandelte. Schiedsrichter der Partie war Barton aus El Salvador.

Der bisherige Rekord-Viertelfinal-Einzug der Schweiz datierte aus dem Jahr 1954, als die Mannschaft im sogenannten «Hitzeschlacht von Lausanne» gegen Österreich antrat. Seither scheiterte das Schweizer Team bei großen Turnieren wiederholt im Elfmeterschießen, unter anderem bei den Europameisterschaften 2016, 2021 und 2024. Auch bei der WM 2006 in Deutschland war die Schweiz das einzige Team, das in einem Shootout scheiterte, ohne einen einzigen Penalty verwandelt zu haben. Mit dem Erfolg in Vancouver durchbrach die Auswahl von Trainer Murat Yakin diese Serie und erreichte zugleich das vierte WM-Viertelfinale ihrer Geschichte.