Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 deutlich gewachsen, wie vorläufige Berechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigen.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz legte im Zeitraum April bis Juni kräftig zu. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sprach in seiner ersten Schätzung vom 03. September 2026 von einem rasanten Wachstum. Konkrete Prozentzahlen wurden in den vorliegenden Daten nicht beziffert.

Getragen wurde der Anstieg laut Seco unter anderem von der Industrie, insbesondere der Pharma- und Chemiebranche. Die vorläufigen Zahlen deuten darauf hin, dass diese Sektoren einen deutlichen Beitrag zur Gesamtleistung der Volkswirtschaft geleistet haben. Details zur genauen Aufschlüsselung stehen noch aus.

Pharma und Chemie als Treiber

Felicitas Kemeny, Expertin, mahnte allerdings zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten. „Ob es sich dabei um tatsächliches Wachstum oder bloss um Vor- oder Nachholeffekte handelte, sei anhand der vorliegenden Daten schwer zu beurteilen, so die Expertin. Damit verwies sie auf die Möglichkeit, dass ein Teil des Plus lediglich Produktionsverlagerungen aus früheren Quartalen abbildet.