Wiesbaden, 25 August 2026

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr 2026 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes deutlich stärker gewachsen als in den Vorquartalen, während das Defizit der öffentlichen Haushalte im ersten Halbjahr 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichte.

Das Statistische Bundesamt legte am Dienstag in Wiesbaden erste Berechnungen zur Wirtschaftsleistung im Frühjahr vor. Demnach hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – also der Gesamtwert aller in einem Land produzierten Waren und Dienstleistungen – zwischen April und Juni stärker zugelegt als in den schwachen Quartalen zuvor. Ruth Brand zufolge, die das Amt leitet, ist dies ein Zeichen, dass die Konjunktur wieder anzieht. Konjunktur bedeutet: So gut oder schlecht es der Wirtschaft gerade geht.

Industrie profitiert von Großaufträgen

Besonders profitiert hat die Industrie. Wie das Bundesamt ausführt, sind die Aufträge aus dem Staat für Infrastruktur und Verteidigung in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Damit fließt mehr Geld in den Bau von Straßen, Brücken, Schienen und in die Ausstattung der Bundeswehr. Solche Großaufträge geben den Werken Planungssicherheit und kurbeln die Produktion an.