Der am Donnerstag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für August 2026 weist einen überraschend starken Stellenabbau aus und nährt damit Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf auf weitere Leitzinserhöhungen verzichten wird.
Der Bericht aus dem US-Arbeitsministerium, auf den sich unter anderem die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa-AFX berufen, übertraf die Erwartungen vieler Ökonomen deutlich. Statt eines leichten Beschäftigungsaufbaus verzeichneten die USA einen spürbaren Rückgang der Stellen. Damit hat sich die konjunkturelle Eintrübung am US-Arbeitsmarkt, die sich bereits in den Vormonaten angedeutet hatte, weiter verfestigt.
Volkswirte werten die Daten als Signal dafür, dass die geldpolitische Straffung der vergangenen Monate stärker auf den Arbeitsmarkt durchschlägt als bislang angenommen. Vor allem Branchen, die als zinssensibel gelten, etwa die Bauwirtschaft, das verarbeitende Gewerbe und Teile des Dienstleistungssektors, mussten Beschäftigung abbauen. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Wochenarbeitszeit, was erfahrungsgemäß den nächsten Bericht weiter belasten dürfte.
