Frankfurt, 02 Juli 2026

Die US-Wirtschaft hat im Juni nur 57.000 neue Stellen geschaffen, deutlich weniger als von Ökonomen erwartet, was Spekulationen über eine baldige Leitzinssenkung der US-Notenbank verstärkt und an den Aktienmärkten für eine gemischte Reaktion sorgt.

Schwacher Stellenaufbau überrascht Volkswirte

Der am Donnerstag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für den Monat Juni fiel unerwartet schwach aus. Nach Angaben des Arbeitsministeriums entstanden in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor zusammen lediglich 57.000 neue Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Zuwachs von etwa 115.000 Jobs gerechnet, also mit rund dem Doppelten des tatsächlichen Werts. Die Vormonatszahlen wurden zudem deutlich nach unten korrigiert, was den Pessimismus am Markt zusätzlich verstärkte.

Die Arbeitslosenquote sank im Juni leicht auf 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Mai. Volkswirte hatten einen unveränderten Wert von 4,3 Prozent erwartet. Der Rückgang wird laut dem Bericht jedoch vor allem durch eine geringere Erwerbsbeteiligung erklärt und ist daher kein Zeichen für eine echte Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken indes auf 215.000 und lagen damit etwas besser als die prognostizierten 220.000.