Bei einem russischen Gleitbombenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy sind am 11. Juli 2026 vier Einwohner getötet und mindestens 17 weitere verletzt worden, darunter ein Mädchen.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Sumy, Artem Kobsar, starben vier Einwohner der Stadt nach dem Abwurf von Gleitbomben. Kobsar teilte die Informationen in einem Video auf seinem Telegram-Kanal mit. Unter den Toten sei auch ein Mädchen, sagte er.

Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor in der Nacht gemeldet, Russland habe sechs ballistische Raketen, sechs Marschflugkörper und 121 Drohnen auf das Land abgefeuert. Davon seien nach Angaben der Luftwaffe zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgeschossen worden. Der Gleitbombenangriff auf Sumy erfolgte im Anschluss an diesen nächtlichen Bericht.

Angriff in der Nacht

Der Leiter der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, erklärte später, die Zahl der Verletzten sei auf 17 gestiegen. Hryhorow schrieb zudem, bei dem Angriff sei eine Bushaltestelle getroffen worden. Lokale Behörden warnten vor weiteren Angriffen.

In Kobsars Video ist ein Bombentrichter im Asphalt sowie ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Gleitbomben werden von Flugzeugen weit entfernt von der Frontlinie abgeworfen und gleiten dann über mehrere Kilometer zu ihrem Ziel. Obwohl sie gesteuert werden, gelten sie als nicht besonders präzise.

Was sind Gleitbomben?