Russische Großangriffe auf Kiew und weitere Städte fordern mindestens 34 Tote
Kiew, 03. Juli 2026
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Kurzfassung
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht auf Donnerstag mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen angegriffen und dabei nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet. Am Folgetag schlugen weitere Drohnen- und Raketenangriffe unter anderem in der Region Sumy und in Krywyj Rih ein, wo mindestens vier weitere Menschen starben.
Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew seit Beginn des Angriffskriegs sind in der Nacht auf Donnerstag nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet und mehr als 90 weitere verletzt worden; am Folgetag starben bei weiteren Angriffen in der Region Sumy und in Krywyj Rih mindestens vier weitere Menschen.
Angriff in der Nacht auf Donnerstag
In den frühen Morgenstunden des Donnerstag hatte Russland nach Angaben der ukrainischen Armee mit nahezu 500 Kampfdrohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern die Hauptstadt Kiew angegriffen. „Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert“, hieß es in den Berichten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach an einem der Einschlagsorte in der Hauptstadt von einem der folgenschwersten Angriffe seit langem. „Man sei für einen gerechten Frieden und eine gerechte Beendigung des Kriegs, sagte er zu Journalisten an einem der Einschlagsorte in der Hauptstadt. Aber solange es das nicht gebe, sei man auch für gerechte Reaktionen.“
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte von einem der folgenschwersten Angriffe auf Kiew seit Beginn des russischen Angriffskrieges gesprochen. „Es war der folgenschwerste Angriff auf Kiew in diesem Jahr“, fassten Behörden die Lage zusammen. Mehrere Wohngebäude wurden getroffen und teilweise vollständig zerstört, zudem geriet ein Hotel nach einem Treffer in Brand. Auch das Hauptlager des Ukrainischen Roten Kreuzes wurde zerstört.
Die ukrainische Rettungsbehörde teilte mit, dass drei weitere Leichen aus den Trümmern geborgen worden seien. „Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden“, erklärte der ukrainische Katastrophenschutz. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. „Es werde weiter nach Vermissten gesucht, hieß es. Die Opferzahlen könnten daher noch steigen“.
Ausmaß der Zerstörung in Kiew
Nach Behördenangaben wurden rund 130 Gebäude beschädigt oder zerstört. „130 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört“, hieß es in den offiziellen Mitteilungen. „In Kiew wurde für den Freitag ein Trauertag einberufen“, kündigte die Stadtspitze an. Die Stadt sprach den Familien der Opfer ihr Beileid aus.
Region Sumy: Angriffe auf Wohngebäude
Parallel zu den Angriffen auf die Hauptstadt schlugen russische Drohnen und Raketen auch in anderen Landesteilen ein. In der Grenzregion Sumy wurden in der Nacht auf Donnerstag drei Menschen durch Drohnenangriffe verletzt. Am späten Abend teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, am frühen Morgen auf Telegram mit, dass bei einem Drohnenangriff auf die Stadtratsgemeinde Romny im nordukrainischen Gebiet Sumy vier Menschen ums Leben gekommen seien.
Nach Behördenangaben in der Ukraine wurden bei den Angriffen in der Region Sumy zwei weitere Menschen getötet und acht verletzt. „Das russische Militär habe ein Mehrfamilienhaus attackiert, teilte der Chef der Militärverwaltung in Sumy, Oleh Hryhorow, mit.“ Unter den Toten befinde sich laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform auch ein Kleinkind. „Bei den Opfern handle es sich um einen alten Mann, zwei Frauen und kleines Kind – ‚ein Mädchen, das noch nicht einmal zwei Jahre alt war'“, hieß es.
In der Nacht auf Freitag schlugen russische Drohnen erneut in der Region Sumy ein und trafen ein Privathaus. „In der Grenzregion Sumy seien in der Nacht auf Freitag vier weitere Menschen gestorben und drei Personen verletzt worden, als russische Drohnen ein Privathaus trafen“, hieß es. Unter anderem wurde ein Privathaus getroffen. Die Behörden kündigten Untersuchungen an.
Krywyj Rih unter Beschuss
Auch die zentralukrainische Großstadt Krywyj Rih geriet ins Visier der russischen Streitkräfte. „In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih wurden bei einem Raketenangriff auf ein dicht bebautes Stadtgebiet sieben Menschen verletzt“, erklärte der Leiter des städtischen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul. „Bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Großstadt Krywyj Rih im Gebiet Dnipropetrowsk sieben Menschen verletzt worden“, fasste die Stadtverwaltung die Lage zusammen.
Der Leiter des städtischen Verteidigungsrats erklärte zudem: „Nach neuesten Informationen wurden neun Wohnblocks, ein Schulgebäude, ein Unternehmen und mehrere Geschäftsobjekte, Garagen und zehn Fahrzeuge beschädigt“. Zwei Frauen würden weiterhin im Krankenhaus behandelt, teilte der städtische Chef des Verteidigungsrats, Olexander Wilkul, am Morgen nach dem Angriff bei Telegram mit. In Krywyj Rih sei nach dem Einschlag zudem die Gasversorgung unterbrochen worden: „Zwei Wohnblocks seien von der Gasversorgung abgeschnitten“, hieß es.
Krywyj Rih ist als wichtiger Industriestandort und Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besonders häufig Ziel russischer Attacken. „Krywyj Rih ist dabei als wichtiger Industriestandort selbst häufig Ziel russischer Attacken“, erklärten Beobachter. Bereits 2025 hatte ein Raketenangriff in der Stadt 19 Menschen das Leben gekostet und mehr als 70 verletzt. „Bei einem Raketenangriff 2025 kamen so 19 Menschen ums Leben und mehr als 70 wurden verletzt“, hieß es rückblickend. Damals schlug die Rakete neben einem Kinderspielplatz ein.
Gegenseitige Vergeltungsdrohungen
Aus der von Russland besetzten Region Luhansk im Osten des Landes wurden am Abend ukrainische Drohnenangriffe mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten gemeldet. Moskau hatte die Attacken seinerseits als Vergeltung für vorherige Angriffe bezeichnet. „Die Ukraine hatte zuletzt die Energie-Infrastruktur in Russland ins Visier genommen“, was dort schließlich zu Treibstoffengpässen führte. Insidern zufolge erreichten die russischen Ölexporte dennoch einen Rekordwert.
Baltische Staaten zu Gast im Kanzleramt
Parallel zu den Angriffen empfängt Bundeskanzler Merz am Mittag die Staats- und Regierungschefs der drei baltischen Staaten. „Zu dem Treffen werden Lettlands Regierungschef Kulbergs, Estlands Ministerpräsident Michal und Litauens Präsident Nauseda im Kanzleramt erwartet“, hieß es aus dem Regierungssitz. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen sicherheits- und verteidigungspolitische Fragen sowie die weitere Unterstützung der Ukraine. „Außerdem soll es um die Vorbereitung des Nato-Gipfels Anfang Juli in Ankara gehen“, erklärte eine Sprecherin.
Die baltischen Staaten zählen zu den entschiedensten Unterstützern Kiews im russischen Angriffskrieg. „Die baltischen Staaten zählen zu den entschiedensten Unterstützern Kiews im russischen Angriffskrieg“, betonten Diplomaten. US-Präsident Donald Trump erhöht vor dem Gipfel in Ankara den Druck auf die Bündnispartner. Der Oberste Alliierte Befehlshaber Europas, US-General Alexus Grynkewich, erklärte, die Nato habe die durch den US-Truppenabzug entstandenen Fähigkeitslücken weitgehend geschlossen.
Suche nach Vermissten dauert an
Nach dem Großangriff auf Kiew setzt sich Präsident Selenskyj für eine heimische Produktionsstätte für Patriot-Raketen ein. Selenskyj bestätigte zugleich Gespräche mit Jared Kushner. Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigte Vergeltung für den russischen Großangriff auf Kiew an. „ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen“, fassten die Behörden den aktuellen Stand der Opferzahlen zusammen.
Die Such- und Bergungsarbeiten in Kiew dauerten am Freitag weiter an. Nach Behördenangaben werden in den Trümmern der zerstörten Wohngebäude noch immer Verschüttete vermutet. Rettungskräfte und Katastrophenschutz sind mit schwerem Gerät im Einsatz. Internationale Hilfsorganisationen stellten Notunterkünfte und medizinische Versorgung bereit.
Fragen & Antworten
Wie viele Menschen sind bei den russischen Angriffen auf die Ukraine ums Leben gekommen?
Nach Behördenangaben starben in Kiew mindestens 30 Menschen, mehr als 90 wurden verletzt. In der Region Sumy und in Krywyj Rih kamen mindestens vier weitere Menschen ums Leben.
Was hat Präsident Selenskyj nach dem Angriff angekündigt?
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte Vergeltung für den russischen Großangriff auf Kiew an und sprach sich zugleich für eine heimische Produktionsstätte für Patriot-Raketen aus.
Welche Rolle spielen die baltischen Staaten in der aktuellen Diskussion um die Ukraine?
Die baltischen Staaten zählen zu den entschiedensten Unterstützern Kiews und wurden von Bundeskanzler Merz im Kanzleramt empfangen, um über Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie die weitere Unterstützung der Ukraine zu sprechen.
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