US-Außenminister Marco Rubio hat vor dem Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington angekündigt, dass Präsident Donald Trump am Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara persönlich teilnehmen wird.
Rubios Auftritt vor dem Kongress
Bei der Anhörung am Mittwoch in Washington bekräftigte Rubio die Position der US-Regierung zur Zukunft des Bündnisses. „Der Präsident wird persönlich am nächsten Nato-Gipfel teilnehmen“, sagte Rubio. Zugleich wies er auf den umfassenden Reformbedarf hin: „Wir sind nach wie vor Mitglied der Nato, aber die Nato benötigt tiefgreifende Veränderungen.“ Rubio bezeichnete das Treffen in der türkischen Hauptstadt als „zweifelsohne den wichtigsten in der Geschichte der Organisation“. Es gebe „bestimmte Fragen, die geklärt und geregelt werden müssen“, fügte er hinzu, ohne Einzelheiten zu nennen.
Beim Gipfel in Ankara will Trump nach Angaben Rubios die amerikanischen Argumente für einen Kurswechsel im Bündnis vortragen und die Verbündeten erneut auffordern, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. Diese Forderung wird von Washington – besonders lautstark seit Amtsantritt Trumps im Januar 2025 – an die europäischen Nato-Staaten gerichtet, mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisgebiets zu übernehmen. Die US-Regierung bezeichnet diesen Prozess als „burden shifting“, also eine Verlagerung der Lasten.
