Die Organisatoren der für den 20. Juni 2025 geplanten Rome Pride haben Keshet Italia, die einzige jüdische LGBTQ+-Organisation Italiens, von der Teilnahme mit einem eigenen Festwagen ausgeschlossen.

Der Ausschluss erfolgte aufgrund eines Disputs über die Positionierung der Organisation zum Krieg im Gazastreifen. Die Veranstalter warfen Keshet Italia vor, sich nicht ausreichend von den Handlungen Israels distanziert zu haben.

Keshet Italia selbst bezeichnete den Ausschluss als politisch motiviert. In einer Stellungnahme erklärte die Gruppe, Rome Pride habe 'die Maske fallen lassen'.

Die Begründung der Veranstalter

Die Organisatoren der Parade betonten hingegen, dass die Veranstaltung grundsätzlich allen offenstehe, die die Werte der Pride-Bewegung teilen. Ein offizieller Wagen erfordere jedoch die Unterstützung der politischen Plattform der Veranstaltung.

Ihre Haltung zu dem, was sie als 'andauernden Genozid im Gazastreifen durch den Staat Israel' bezeichnen, sei unmissverständlich, so die Organisatoren. Sie unterschieden dabei klar zwischen der israelischen Regierung und der jüdischen Gemeinschaft, einschließlich jüdischer LGBTQ+-Personen.