Bogotá, 01. Juni 2026

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hat der Abelardo de la Espriella mit 43,7 Prozent der Stimmen überraschend die meisten Stimmen erhalten und trifft damit in der Stichwahl am 21. Juni auf den Iván Cepeda.

Nach Auszählung von fast 99,5 Prozent der Stimmen kam der 47-jährige Strafverteidiger de la Espriella auf 43,7 Prozent, wie die kolumbianische Wahlbehörde mitteilte. Der Kandidat des linken Regierungslagers, Iván Cepeda, erreichte etwa 41 Prozent.

Die Paloma Valencia, die als politische Erbin des Álvaro Uribe angetreten war, landete mit nur rund 6,5 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz. Unmittelbar nach ihrer Niederlage erklärte sie ihre Unterstützung für de la Espriella.

Konservatives Lager sammelt sich hinter de la Espriella

Damit stellt sich ein großer Teil des konservativen Lagers hinter den Rechtsaußen-Kandidaten. Insgesamt waren rund 41 Millionen Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den Gustavo Petro zu wählen, der laut Verfassung nicht wieder antreten durfte.