Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Übernahmekampf um die Addiko Bank die von ihr selbst festgelegte Mindestannahmequote von 55 Prozent überschritten, während die konkurrierende slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) ihre Annahmefrist um eine Woche bis zum 29. Juli verlängern ließ.
Mehr als 55 Prozent der Aktionäre der Addiko Bank haben ihre Anteile nun der RBI angedient. Konkret liegt die Andienungsquote bei 55,32 Prozent, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten hervorgeht. Damit wurde die von der RBI festgelegte Mindestannahmequote von 55 Prozent überschritten – ein formaler Etappenerfolg für die österreichische Raiffeisenbank im Ringen um die österreichische Regionalbank.
Hintergrund: Die Mindestschwelle
Die RBI bietet 26,50 Euro je Addiko-Aktie. Zuletzt wurde das Papier an der Wiener Börse mit 27,00 Euro gehandelt, also leicht über dem RBI-Gebot. Die RBI hatte diese Mindestschwelle selbst zur Bedingung gemacht, weshalb das Erreichen der Schwelle als Indiz dafür gilt, dass die Offerte der Österreicher nunmehr weitgehend unumkehrbar ist – vorausgesetzt, keine Aktionäre ziehen ihre Andienungen wieder zurück.
