Eine 30-jährige Radfahrerin aus Bayern ist bei einem Zusammenstoß mit dem früheren Skirennfahrer Peter Runggaldier auf einer Passstraße zum Pordoijoch im Trentino gestorben.
Eine 30-jährige Radfahrerin aus Bayern ist bei einem Zusammenstoß mit dem früheren Skirennfahrer Peter Runggaldier auf einer Passstraße in den Dolomiten ums Leben gekommen. Die Frau hielt sich laut italienischen Medien während ihrer Hochzeitsreise im Trentino auf; Runggaldier wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Eine 30-jährige Radfahrerin aus Bayern ist bei einem Zusammenstoß mit dem früheren Skirennfahrer Peter Runggaldier auf einer Passstraße zum Pordoijoch im Trentino gestorben.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben italienischer Medien auf der Passstraße zum Pordoijoch bei Canazei im Trentino. Der 57-jährige Runggaldier war demnach mit dem Motorrad unterwegs, als er mit der Radfahrerin zusammenstieß, die sich während ihrer Hochzeitsreise in der Region aufhielt. Die Frau erlag ihren Verletzungen, wie die Südtiroler Nachrichten unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichten.
Die Radfahrerin wurde nach dem Zusammenstoß in das Krankenhaus Bozen eingeliefert, wo sie starb. Runggaldier selbst wurde nach der Kollision ebenfalls medizinisch versorgt. Einzelheiten zu seinem Gesundheitszustand wurden von den Behörden zunächst nicht öffentlich gemacht.
Die Staatsanwaltschaft Trient hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Im Zentrum steht die Frage, wie es auf der kurvenreichen Passstraße, die im Sommer ein beliebtes Ziel für Motorrad- und Radausflüge ist, zu dem Zusammenstoß kommen konnte.
Peter Runggaldier feierte in den 1990er-Jahren zahlreiche Erfolge im Skiweltcup, vor allem in den Disziplinen Abfahrt und Super-G. Bei der Weltmeisterschaft 1991 errang er in der Abfahrt die Silbermedaille. In der Super-G-Disziplin gewann er 1995 den Weltcup.
Der gebürtige Südtiroler ist in der Region bestens bekannt und zählte über Jahre zu den prägenden Athleten des italienischen Skirennsports. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb er der Sportbranche verbunden und ist in Südtirol regelmäßig als Botschafter für Winter- und Sommersportveranstaltungen aufgetreten.
Die Passstraße zum Pordoijoch gehört zu den bekanntesten Strecken in den Dolomiten und ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Touren mit dem Motorrad, dem Rennrad und dem Auto. Die Strecke ist Teil der berühmten Sella-Ronda und führt von Canazei auf 2.239 Meter Höhe. Immer wieder kommt es dort in der warmen Jahreszeit zu schweren Unfällen.
Die Region Südtirol drückte ihre Anteilnahme aus. Bürgermeister und Tourismusverantwortliche aus Canazei verwiesen auf die enge Verbundenheit der Region mit dem Radsport und betonten, man werde die Ermittlungen der Justiz genau verfolgen. Auch aus dem bayerischen Heimatort der Verstorbenen wurden Trauerbekundungen laut.
Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar. Weder zur Geschwindigkeit der beteiligten Fahrzeuge noch zur Frage, wer welche Spur nutzte, liegen bislang gesicherte Erkenntnisse vor. Die Behörden kündigten einen Abschlussbericht in den kommenden Wochen an.
Der Fall weckt Erinnerungen an frühere Diskussionen über die Sicherheit auf den Alpenpässen in der Region. Anrainer und Verkehrsclubs fordern seit Jahren Tempolimits und getrennte Spuren für Motorräder und Radfahrer auf den stark frequentierten Strecken.
Sowohl die Familie der Verstorbenen als auch Runggaldier selbst äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu dem Vorfall. Über mögliche zivilrechtliche Konsequenzen wurde ebenfalls noch nicht entschieden; dies hänge vom Ausgang der strafrechtlichen Ermittlungen ab, hieß es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft.