Wladimir Putin hat das in Russland verbliebene Vermögen des Handelskonzerns Metro unter Zwangsverwaltung gestellt, wie mehrere Medien unter Berufung auf Kreml-Erlasse berichten.

Die russische Führung begründet den Schritt mit dem Schutz der Geschäftstätigkeit und der Werterhaltung für die Aktionärinnen und Aktionäre. Metro Russland sei „ein großes Geschäft mit Bedeutung für das Gesamtportfolio des Konzerns", heißt es aus dem Kreml. Die Entscheidung sei auch im Interesse der Werterhaltung des Unternehmens für seine Aktionärinnen und Aktionäre gewesen.

Die Zwangsverwaltung folgt einem Muster, das der Kreml seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 bei zahlreichen westlichen Unternehmen angewandt hat. Zunächst wurden ausländische Firmen unter Druck gesetzt, ihre russischen Töchter billig an lokale Investoren zu verkaufen; nun greift der Staat direkt in die Verwaltung der Vermögenswerte ein.