Vor dem Wiener Landesgericht hat am Montag der vierte Strafprozess gegen einen 16-jährigen syrischen Staatsbürger begonnen, der laut Anklage seinen 15-jährigen Cousin in Wien-Leopoldstadt ohne Vorwarnung ins Gesicht getreten haben soll.

Der Angeklagte muss sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen des Vorfalls vom 19. Juni vor dem Wiener Landesgericht verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, bei einem als freundschaftlich geplanten Treffen im Bezirk Wien-Leopoldstadt unvermittelt mit dem rechten Fuß ins Gesicht des sitzenden 15-Jährigen getreten zu haben. Laut Anklageschrift geschah dies ohne jedes Vorzeichen.

Hintergrund des Vorfalls

In den Prozessberichten wird der Geschädigte als Cousin des Angeklagten bezeichnet. Wie es zu dem Treffen kam und in welchem Verhältnis die beiden jungen Männer zueinander standen, geht aus den vorliegenden Fakten nicht hervor. Auch über mögliche Vorerkrankungen oder Verletzungsfolgen des 15-Jährigen enthalten die verfügbaren Quellen keine Angaben.