Vor dem Landgericht Münster hat am 29. Mai 2026 der Prozess gegen zwei Brüder aus Oelde begonnen, die beschuldigt werden, unter Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz Maschinenbauteile im Wert von mehr als 830.000 Euro nach Russland exportiert zu haben.

Die beiden Angeklagten im Alter von 34 und 39 Jahren sind Geschäftsführer eines Unternehmens aus dem münsterländischen Oelde und besitzen sowohl die deutsche als auch die russische Staatsangehörigkeit. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Laut Anklage sollen sie in 65 Fällen gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben. Konkret wird ihnen vorgeworfen, große Mengen an Maschinenbauteilen nach Russland geliefert zu haben, obwohl die Europäische Union aufgrund des Ukraine-Kriegs umfassende Handelsverbote verhängt hatte.

Die Vorwürfe im Detail

Um die Exporte zu verschleiern, sollen die Brüder ein Netzwerk aus Briefkastenfirmen in Kirgisistan und der Türkei genutzt haben. Nach Darstellung der Anklage wurden die Lieferungen über diese Firmen abgewickelt, um die wahren Empfänger in Russland zu verbergen und die Zollbehörden zu täuschen.