Wien, 01 Juli 2026

Am Landesgericht für Strafsachen in Wien wurde am Dienstag der Prozess um eine massive Gruppenattacke im Wiener Wasserpark fortgesetzt, bei der zehn Angeklagte im Alter von 15 bis 27 Jahren wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung angeklagt sind, während zwei 18-jährige Zeugen angaben, sich kaum an den Tathergang erinnern zu können.

Hintergrund der Tat

Den Angeklagten wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, am 19. November 2025 gegen 17.30 Uhr mit Stöcken, Schlagringen, einer Schreckschusspistole, Pfefferspray und Messern auf vier junge Männer losgegangen zu sein. Zum Tatort wurde eines der Opfer bestellt, das nach eigener Darstellung an eine friedliche Aussprache am Skaterplatz im Wasserpark glaubte. Die Staatsanwältin sprach in diesem Zusammenhang von einer "massiven Gewaltattacke".

Die Anklage stützt sich auf die Aussagen der vier Geschädigten sowie auf Ermittlungen, die laut Angaben der Opfer eine deutlich größere Angreifergruppe von 20 bis 30 Männern syrischer Herkunft umfassen sollen. Von diesen konnten laut bisherigem Ermittlungsstand 20 Personen flüchten und wurden bislang nicht ausgeforscht. Ein 18-jähriger Zeuge, der nach eigenen Angaben festgehalten und von vier maskierten Männern mit einem Schlagring geschlagen sowie in den linken Oberschenkel gestochen worden war, sagte aus: "Ich kenne keinen Einzigen von denen".