Wels, 16 Juni 2026

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag am Landesgericht Wels der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer internationalen Bankomatensprengerbande begonnen, wobei drei Angeklagte Teile der Vorwürfe einräumten.

Bereits vor dem Landesgericht Wels war die Dimension des Verfahrens sichtbar: ein großes Polizeiaufgebot sicherte das Gerichtsgebäude, im Inneren galten verschärfte Kontrollen. Die zehn Männer der Justizwache tragen Sturmhauben mit Sehschlitzen, als sie die vier Angeklagten in den Gerichtssaal eskortieren. „Denn es geht um organisierte internationale Kriminalität“, hieß es zur Begründung der ungewöhnlichen Schutzmaßnahmen.

Sicherheitsvorkehrungen am Landesgericht

Im Schwurgerichtssaal mussten die Justizwachebeamten die Personalien der Männer im Alter von 36, 28, 35 und 37 Jahren aufnehmen, was einige Zeit in Anspruch nahm. Grund dafür waren ihre laut Strafregisterauszügen zahlreichen einschlägigen Vorstrafen in Holland wie etwa Hehlerei, schwerer Diebstahl oder Geldwäsche. Die Staatsanwältin sprach deshalb von einem „Paradebeispiel organisierter Kriminalität“ und betonte mit Blick auf die hohe Anzahl an Polizisten und Justizwachebeamten im Landesgericht: „Es geht heute um was“.